NAVARRA

Eine Reise in die Epoche des Mittelalters


Navarra entführt seine Besucher im Sommer in die Welt des Mittelalters. Städte wie Bargota, Estella, Olite und Artajona richten im Juli, August und September ihre Straßen und Gassen so her, dass sie die Besucher in die Zeit des Mittelalters zurückversetzen. Doch auch in Pamplona, der Hauptstadt Navarras, und in den eher ländlich geprägten Gemeinden Aibar oder Lekunberri finden Mittelaltermärkte statt.
 
Den ganzen Sommer über füllen sich die Straßen und Plätze mit Kunsthandwerks- und Imbissständen. Tänzer, Gaukler und Jongleure versetzen die Besucher in eine mittelalterlich geprägte Festtagslaune. An den meisten Ständen und Buden werden handgefertigte Produkte aus biologischem Anbau angeboten, die nach alt überlieferten Rezepten zubereitet werden. Ritter, Prinzessinnen, Spielleute, Märchenerzähler, Zauberer und Puppenspieler bevölkern die Märkte und verzaubern mit ihren Gewändern aus längst vergangener Zeit, mit ihren Kunstfertigkeiten, Witzen und Tricks Groß und Klein.

So verwandelt sich die kleine Stadt Bargota Mitte Juli in die Hauptstadt der Magier und Hexen, da in diesem Ort der legendäre Zauberer Johannes gewirkt haben soll. In der Woche vom 17. bis zum 24. Juli tun Fahnen, Strohballen und alte Möbeln ihr übriges, um die Besucher zurück in die Zeit zu versetzen, wo man in Navarra noch an Zauberei und Magie glaubte. So heißt es also „Hex, Hex“ an verschiedenen Ständen, wo  Kindern das Zaubern beigebracht wird. Nachgebaute Folterinstrumente lösen wohliges Schaudern aus, Ausstellungen und Workshops entschleiern die wahren Hintergründe der rätselhaften Welt der Hexerei im mittelalterlichen Navarra.

Auch Estella verwandelt sich im Rahmen der Mittelalterlichen Woche vom 20. bis 26. Juli wieder in die mittelalterliche Stadt, die sie einst war. Die Feierlichkeiten werden mit einer Rede des Königs von Navarra eröffnet. Danach kann das Veranstaltungsprogramm beginnen, das nicht nur zum Genuss mittelalterlicher Speisen einlädt. Das Publikum findet vielerorts Gelegenheit, sich an den Auftritten der Gaukler und kämpfenden Ritter, an der Kunstfertigkeit von Falknern, an Handwerkskunst und Straßentheater, an mittelalterlichen Gesängen und Konzerten zu ergötzen.

In Olite findet das Mittelalterfestival vom 7. bis 9. August im Schatten eines Königspalasts statt, der zwischen dem dreizehnten und vierzehnten Jahrhundert gebaut wurde. Dort, wo einst der Hof des Königreichs Navarra seinen Sitz hatte, und wo Könige, Prinzessinnen und Höflinge lebten, finden an diesen Tagen Reiterwettkämpfe, Kurse im Bogenschiessen und Greifvögel- Ausstellungen statt.

Am letzten Wochenende im August erinnert das mittelalterliche Dorf Artajona an seine glorreiche Vergangenheit. Die Dorfbewohner stellen für die Zuschauer den Konflikt zwischen den Parteien der Agramonteses und Beamonteses nach, die das alte "Königreich" spalteten. In historische Kostüme gewandet hauchen sie den geschichtsträchtigen und legendären Figuren neues Leben ein.

In Pamplona wird der Mittelaltermarkt „Mercado Medieval de los tres Burgos“, einer der ältesten Märkte Navarras, abgehalten. In diesem Jahr wird zudem noch der 589. Jahrestag des Vereinigungsprivilegs gefeiert. An über 120 Ständen werden vom 5. bis 7. September mittelalterliches Kunsthandwerk  und Speisen feilgeboten. Alte Handwerkertraditionen leben auf. In mittelalterlich anmutenden Tavernen wird Wein ausgeschenkt.

Im Osten Navarras befindet sich auf einem Hügel der Sierra de Izco das Dorf Aibar. Dort leben die „duendes“ oder Kobolde, wie seine Einwohner traditionell genannt werden. Durch seine Lage an der Grenze zum Königreich von Aragonien wurde der Ort mit einem Wachturm ausgestattet, der als Verteidigungsbollwerk fungieren sollte. Vor diesem  historischen Hintergrund findet in Aibar jedes Jahr am 2. November ein mittelalterliches Markttreiben statt, das sich vor allem durch seine Authentizität auszeichnet.

Eine weitere Option, Geschichte und ländlichen Tourismus miteinander zu verbinden bietet sich in der Grenzstadt Lekunberri. Die Geschichte dieser kleinen Stadt ist von ständigen Angriffen sowohl von spanischer und französischer Seite als auch von Gipuzkoa aus geprägt. An diese konfliktreiche Vergangenheit erinnert der erste Sonntag im August, an dem sich neben dem Mittelaltermarkt das örtliche Handwerk präsentiert und die lokale Geschichte anhand eines weitgefächerten Kulturprogramms zu neuem Leben erwacht.

www.turismo.navarra.es


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