EXTREMADURA

Mérida und Iberoamerika - vereint durch die Gastronomie


Im Jahr 2016 wurde Mérida zur Iberoamerikanischen Hauptstadt der Gastronomischen Kultur gekürt; eine Auszeichnung, die von der Iberoamerikanischen Akademie für Gastronomie verliehen wird. Dadurch verwandelt sich die Weltkulturerbestadt Merida in eine symbolische Brücke, die die beiden Ufer des Atlantiks miteinander verbindet.  Die lokalen Tourismusverbände- und Unternehmen haben eigens zu diesem Anlass  gastronomische Routen, Themenmenus, Fusionen von extremeñischen und lateinamerikanischen Produkten, Koch-Workshops, Expertenrunden und Kulturevents entwickelt.
 
Die Hauptstadt der Extremadura, die für ihre römischen Baudenkmäler und das Internationale Festival für Klassisches Theater berühmt ist, will heimische Aromen und Geschmacksrichtungen mit exotischen Zutaten aus Lateinamerika verbinden, Tatsächlich findet diese Verschmelzung bereits seit mehr als 500 Jahren statt. Die Beziehung zwischen der Extremadura und Amerika geht auf die ersten Anfänge der Entdeckung der Neuen Welt zurück. Seit dieser Zeit manifestiert sich dieser Austausch in der Kultur, der Toponymie, Architektur, Religion, Wirtschaft und selbstverständlich auch  der Gastronomie.

Zahlreiche Städtenamen auf dem amerikanischen Kontinent stammen aus der Extremadura wie etwa Trujillo, Medellín, Guadalupe oder eben Mérida selbst, die mit ihren Homonymen in Mexico und Venezuela verschwistert ist.
 
Das Königliche Kloster von Guadalupe, das seit 1993 dem Weltkulturerbe angehört, stellt eine weitere fundamentale Verbindung zwischen der Extremadura und Iberoamerika dar. Christopher Kolumbus war mehrmals vor und nach seiner ersten Reise in die Neue Welt zu Gast. Im Kloster wurden die ersten Indianer, die nach Europa kamen, getauft. Die Jungfrau von Guadalupe wird von Millionen Spaniern und Lateinamerikanern verehrt, vor allem in Mexiko, wo es verschiedene Orte mit diesem Namen gibt.
 
Der Einfluss Amerikas ist auch in den Straßen und Plätzen der Extremadura sichtbar. In Städten wie Cáceres und Trujillo sind Paläste, Herrenhäuser und Türme zu sehen, die nur aufgrund des Reichtums errichtet werden konnten, der von Übersee stammte. Auch die Namen vieler Gebäude wie der Palast des Marquis der Eroberung in Trujillo oder der Palast von Toledo-Moctezuma in Cáceres weisen darauf hin.
 
Auch die Gastronomie konnte sich dieser intensiven Beziehung nicht entziehen. Aus Amerika kamen Nahrungsmittel, die wie die Paprika, Teil der extremeñischen Identität sind. Inzwischen zählt die Paprikaart “Pimentón de la Vera” zu den unverzichtbaren Gewürzen Spaniens. Auch die Tomate, die von großer Bedeutung für die regionale Wirtschaft ist, stammt ursprünglich aus Amerika. Ebenso wie die Kartoffel, die Grundzutat für die spanische Tortilla. Einem wissenschaftlichen Experte zufolge liegt der Ursprung dieses Nationalgerichts in der extremeñischen Ortschaft Villanueva de la Serena Ende des 18. Jahrhunderts. Auch die  Patatera, eine Wurst aus Schweinefett und Kartoffelpüree, stammt daher. Merida lässt das amerikanische, gastronomische Vermächtnis auf leisem Feuer köcheln und serviert es nun anspruchsvollen Gourmets auf raffiniert verfeinerte Art und Weise.
 
http://meridacapitalgastronomica.es/ 
http://www.turismomerida.org/en


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