DOKUMENTATION

Geheimtipp Strand


Qualität, Sicherheit, Barrierefreiheit

Mit an die 8.000 Kilometer Küsten und mehr als 3.000 ausgewiesenen Stränden gehört Spanien zu den bevorzugten Destinationen Europas in Sachen Sonne- und Badeurlaub. Eine Destination, die seit Jahrzehnten mit Qualität, Sicherheit und Sauberkeit ihrer Strände punktet. So ist das Land auch in diesem Jahr wieder mit nahezu 600 mit dem von der europäischen Stiftung für Umwelterziehung (FEE) vergebenen Qualitätssiegel der Blauen Flagge ausgezeichneten Strände international führend. Dazu gehören sowohl bekannte, mit jeder erdenklichen, für jedes Alter geeigneten Infrastruktur ausgestattete Strände an Küsten wie der Costa del Sol, Costa Blanca oder Costa de la Luz, aber auch eher unbekannte, naturbelassene Strände, denen wir uns in dieser Dokumentation im Anschluss widmen.

Wer wissen möchte, ob der Strand seines diesjährigen Urlaubsziels mit der Blauen Flagge gekennzeichnet ist, findet die jeweils aktuelle Liste unter: http://www.adeac.es/bandera_azul/playas sowie die Beschreibung der einzelnen Strände auch auf der Seite der Stiftung für Umwelterziehung: http://www.blueflag.global/beaches2

Sauberkeit, Qualität, Umweltverträglichkeit und Sicherheit sind wichtige Kriterien für die Verleihung der Blauen Flagge, aber auch leichte Zugänglichkeit wie Rampen und barrierefrei Übergänge, sowie zur Verfügung stehende Einrichtungen für mobilitätseingeschränkte Urlauber sind wichtige Faktoren. Auch in dieser Hinsicht hat sich an Spaniens Stränden in den vergangenen Jahren einiges getan. Im ganzen Land stehen mittlerweile Strände mit dem entsprechenden Equipment und Personal zur Verfügung, damit der Strandaufenthalt für jeden Menschen zum Vergnügen wird. Eine Liste mit den entsprechenden barrierefreien Stränden findet sich auf spanischer Sprache unter: http://playasaccesibles.discapnet.es/.

170 Strände in Spanien tragen darüber hinaus das Q-Zertifikat für Qualität im Tourismus, das vom Institut für spanische Tourismusqualität (ICTE) verliehen wird. Auch hier spielen Aspekte wie Umweltverträglichkeit, zur Verfügung stehende Freizeiteinrichtungen und Barrierefreiheit eine zentrale Rolle.

Strände, an denen die Natur sich sonnt

Verschwiegene, von Pinien eingerahmte Buchten, weißer Sand mit türkisblauem Wasser, kilometerlange Dünenstrände, schwarze Vulkanstrände umgeben von Mondlandschaften, mondäne Stadtstrände und Strände, an denen das Leben tobt, Spaniens Strände sind vielseitig und lassen kaum einen Wunsch offen. Auf einer Reise entlang der vielen tausend Küstenkilometer Spaniens und seiner Inseln erlebt man das Strandleben bekannter Urlaubshochburgen an Mittelmeer und Atlantik, aber man trifft immer wieder auf überraschende paradiesische Ecken, an denen vor allem die Natur ihren Sonnenplatz behauptet.

Ein Strand, dessen Besuch man in den Sommermonaten vorreservieren muss, sollte schon etwas ganz Besonderes sein. Und darauf deutet auch schon der Name hin: Playa de las Catedrales, der Kathedralenstrand in Galicien. Nur wenige Stunden ist er bei Ebbe begehbar, wenn das Meer sich von seinem feinen Sand zurückzieht und die spektakulären Felsformationen freigibt, die es selbst im Laufe der Jahrtausende gemeißelt hat: Tore und Türme, Rundbögen und Säulen, wie sie der beste Baumeister in einer Kathedrale nicht besser schaffen könnte. Hier spazieren zu gehen und im Schutz der Felsen Sonnenbaden ist nur ein kurzes, aber umso intensiveres Vergnügen. Wer im Grünen Norden Spaniens war, der weiß, dass sich an der gesamten kantabrischen Küste ein fantastischer Strand an den nächsten reiht. Alle begrenzt durch die sattgrünen Hügel und Berge des Hinterlandes und immer wieder unterbrochen durch die Rias, die langen Meeresarme, die so charakteristisch für diese Landschaft sind.

Von der Playa de las Catedrales beim Küstenort Ribadeo ist es denn auch nicht mehr weit bis Asturien. Hier befindet sich unweit dem Küstenstädtchen Cudillero die Ruta de los Miradores, die Route der Aussichtspunkte. Bei einem wunderbaren Spaziergang hoch über der Grünen Küste von San Esteban de Pravia geht es durch Pinienwälder, entlang steiler Felsen mit herrlichen Ausblicken über diesen Küstenabschnitt bis hinunter zur Playa del Aguilar, wo man sich bei einem Getränk an der Strandbar oder einem Sprung ins Kantabrische Meer nach der Wanderung erfrischen kann.

Kantabrien und das Baskenland warten auf mit zwei der spektakulärsten Stadtstrände Spaniens. Santander, die Hauptstadt Kantabriens besticht vor allem aufgrund ihrer Lage an der langgezogenen Magdalena-Halbinsel, mit ihren Stadtpalästen wie dem berühmtesten und prachtvollsten, dem Palacio de la Magdalena, einst Sommerresidenz des Königs Alfonos XIII, Panoramapromenaden, grünen Parkanlagen und eleganten Villenvierteln. Zu beiden Seiten der Halbinsel befinden sich hervorragende Strände. Der längste und wohl schönste von ihnen ist der Sardinero-Strand, der im Sommer zahlreiche Einheimische und Besucher lockt. Kinder lieben den Minizoo gleich nebenan, in dem sie jederzeit und kostenlos den Pinguinen und Seelöwen zuschauen können.

La Concha – die Muschel ist der wohl meist fotografierte Stadtstrand Spaniens. Elegant schmiegt er sich in die Bucht von San Sebastián, umrahmt von den Hausbergen Urgull und Igeldo. Auf der von Villen und schicken Hotels gesäumten Promenade lässt es sich herrlich flanieren oder man entdeckt per Rad entlang dem parallel dazu verlaufenden Fahrradweg das mondäne Seebad. Der Strand selbst bietet jegliche Infrastruktur und auch Wassersportler und Surfer kommen voll auf ihre Kosten.

Die pinienbestandenen und von schroffen Felsen eingerahmten Buchten der Costa Brava entdeckt man ganz typisch nahe dem Städtchen Begur. Steile Straßen mit engen Kurven winden sich von dem Städtchen aus hinunter ans Meer und in die Buchten, die sich dort aneinanderreihen: Sa Riera, Aiguafreda, Sa Tuna, Platja Fonda, Platja de Fornells und Aiguablava. Manchmal nur durch Treppen untereinander verbunden, sind sie verträumte Plätzchen mit wenigen Hotels und Appartementanlagen, kleinen Bars und Restaurants. Das Plätschern der Wellen gegen die Felsen und die Schreie der Möwen, dazu der charakteristische Duft der Pinien in der warmen Sommersonne und der Geruch des Meeres – für viele kann ein Sommertag am Meer nichts Schöneres bieten. Und wer den Gegensatz mag: Von der Bucht von Sa Riera aus führt ein wunderbarer Fußweg über schmale Treppen und entlang der Felsen bis an den weiten Strand von Pals.

Weiter gen Süden geht die Fahrt entlang den bekannten Stränden und Küsten des Mittelmeers bis kurz hinter Tarragona, wo sich das flache Schwemmdelta des Ebros mit einem Meer aus Reisfeldern ausbreitet. Hier im Naturpark des Ebro Deltas steht der Reis im Sommer in voller Blüte, inmitten der sattgrünen Wogen die typischen reetgedeckten Häuschen der Reisbauern. Zwischen den scheinbar nicht endenden Reisfeldern hindurch weisen Straßenschilder den Weg zu den zahlreichen Naturstränden des Deltas: Riumar, ein langgezogener feinsandiger Strand mit hervorragender Infrastruktur in einer hübschen, gepflegten Feriensiedlung, die naturbelassene Playa de la Marquesa, wo die Straßen enden und eine Piste weiterführt bis zum Leuchtturm an der Punta del Fangar, vorbei an den Lagunen mit rosafarbenen Flamingos. Oder die Strände von Mitjorn und Serralto nahe der Illa de Buda, von wo aus die Ausflugsboote der Mündung des Flusses ins Meer folgen. Und schließlich die naturbelassenen unendlichen Strände Eucaliptos und Trabucador, wo man den Nachmittag abschließen kann mit der Beobachtung der zahlreichen Vögel in den Salinen de la Trinitat.

Und weiter führt die Fahrt in den Süden und eine bekannte Küste reiht sich an die nächste: Costa del Azahar, Costa de Valencia und Costa Blanca. In Murcia wartet, eingerahmt von den Berghügeln der nahen Sierras, der Naturpark von Calblanque mit menschenleeren langen Sandstränden, wie man sie nahe den touristisch voll erschlossenen Orten des Mar Menor nicht erwarten würde. Mit ihren, den Strand umschließenden dunkel glänzenden Felsen aus Vulkangestein erinnern die Strände von Calblanque bereits an die Küste der Nachbarregion Almeria und die Region des Naturparks Cabo de Gata.

San José ist der bekannteste Ferienort des Naturparks und bietet auch die größte Anzahl an Hotels und Ferienwohnungen. Gleich nebenan liegen die bekanntesten Strände mit der Playa Monsúl und der Playa de los Genoveses. Nördlich von San José wird es immer einsamer. Palmenoasen, ausgetrocknete Schluchten, Agaven und Palmen und hier und da eine verlassene Festung am Meer. Kleine Fischerorte wie Agua Amarga oder Las Negras bieten wenige Appartements und kleine ländliche Hotels. Viele der Strände und Buchten sind nur zu Fuß oder mit dem Jeep zu erreichen.

Eine riesige Sanddüne, von der der Blick weit über das Meer und zu den nahen Pinienhainen reicht, ist das wohl charakteristischste Merkmal des weiten Naturstrands von Bolonia an der „Küste der Licht“, der „Costa de la Luz“ an der Atlantikküste Andalusiens. Unweit des Surfermekkas Tarifa gelegen, zieht es viele Anhänger dieser Sportart auch hierher. Und selbst Kulturliebhaber werden hier fündig, denn direkt an den feinen Sand von Bolonia grenzen die Ruinen der alten Römerstadt von Baelo Claudia. Von hier sollen früher die Handelsschiffe der Römer nach Afrika abgelegt haben.

Richtung Afrika inmitten des Atlantiks auf der Kanareninsel Fuerteventura findet sich ein Strand, der mit seinen 14 Kilometern Länge die vier Kilometer des Strandes von Bolonia bei weitem übertrifft. In die Abgeschiedenheit der Strände von El Cofete kommen besonders die ruhesuchenden Strandliebhaber und Strandwanderer. Man fühlt sich hier tatsächlich weit ab von den touristischen Zentren der Insel, ein wenig wie am Ende der Welt. Die kleine Siedlung Puerto de la Cruz, auch El Puertito genannt, bietet einige wenige Bars und Restaurants, wo man hervorragenden Fisch essen und den Blick weit über den Atlantik schweifen lassen kann.

Mit Blick auf die Inselchen des Naturparks „Ses Salines“, in dem die UNESCO die unter Wasser liegenden Neptungraswiesen zum Naturerbe der Menschheit erklärt hat, und bis nach Ibiza hinüber, beschließen wir unsere Reise zurück im Mittelmeer. Hier inmitten eines türkisblauen Wassers liegt der weiße Sandstrand von Ses Illetes auf einer weit ins Meer reichenden Landzunge im Norden der Baleareninsel Formentera. Ein Strand wie im Bilderbuch, der gerne mit der Karibik verglichen wird. Wer Ruhe sucht, ist hier genauso gut aufgehoben wie Segel- und Tauchfans, die hier in der traumhaften Natur ein ideales Revier finden.

Informationen und interessante Apps zum Download rund um das Thema Strand finden sich im Internet unter http://www.spain.info/de_DE/que-quieres/destinos-playa/.


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