GALICIEN

Die Ribeira Sacra und der „Wolkenpass“


Bei einer Reise entlang der Ribeira Sacra, einer Gegend im Landesinnern von Galicien mit eindrucksvollen Naturräumen wie dem Canyon des Sil, vielen kunsthistorischen Schätzen und einem Dutzend mittelalterlicher Klöster kann man die Bedeutung dieses Landstriches im Mittelalter ablesen.
 
Der Sil bildet eine natürliche Grenze zwischen den Provinzen Ourense und Lugo im Herzen Galiciens in Nordspanien. Die wilde Schönheit der Landschaft, die von Weingärten, Bergen und von den Wassern des Sil bei seiner Einmündung in den Miño beherrscht wird, überrascht jeden Besucher.

Die Ribeira Sacra, auf Deutsch „Heiliges Ufer“, umfasst einen Streifen von etwa 200 Kilometern Länge, ein Landstrich mit zahlreichen Kirchen und Kapellen vor allem aus der Zeit der Romanik, aber auch reich an Palästen und Klöstern. Für einen Besuch der Gegend sollte man etwa vier Tage vorzusehen. Hier befinden sich die die ältesten christlichen Gemeinden Spaniens. Bereits vor 1500 Jahren siedelten sich Mönchsorden und Einsiedler an, um sich der Meditation und der Besinnung zu widmen. Diese friedvolle Harmonie ist auch heute noch in den Dörfern und Weilern genau wie in den mittelalterlichen Klöstern zu spüren. Einige davon sind verlassen, ein Besuch lohnt sich aber allemal. Ihre Mauern, denen Feuchtigkeit, Flechten und Moose ein geheimnisvolles Flair verliehen haben, bezeugen den Lauf der Zeit.
 
Um die Klöster zu erreichen, muss man sich auf Waldwegen und winzigen Landstraßen fortbewegen, die durch dichte Wälder führen. Von den Klöstern ist besonders San Esteban de Ribas de Sil nördlich des Orts Nogueira de Ramuín hervorzuheben: Es ist nicht nur das größte der Ribeira Sacra, sondern beherbergt auch einen luxuriösen Parador. Im selben Ort befindet sich das Kloster Santa Cristina. Die Stimmung im Kreuzgang und in der näheren Umgebung ist einfach magisch, denn dort befindet sich der bekannteste und spektakulärste Aussichtspunkt des Bezirks: die so genannten Balcones de Madrid. Von diesem natürlichen Ausguck aus erfasst man die unglaublichen Ausmaße des Sil-Canyons mit seinen bis zu 500 Meter tief abfallenden Schluchten. Von hier aus sollte man eine Fahrt im Katamaran auf dem 40 Kilometer langen schiffbaren Abschnitt des Flusses unternehmen. Zur Wahl stehen unterschiedlich lange Touren. Die längste dauert etwa drei Stunden und ist zu jeder Jahreszeit möglich. Die Fahrt geht von Abeleda nach Os Chancís, 24 Kilometer flussabwärts. Kürzere Touren führen beispielsweise vom Kai von San Esteban nach Abeleda oder bis nach San Fiz, sowie von Belesar aus auf dem Miño bis zum Stausee Os Peares.

Die Reise durch die Ribeira Sacra kann über Montederramo und das Kloster Santa María fortgesetzt werden, das heute eine Schule beherbergt. Eine weitere Möglichkeit bietet eine Fahrt nach Tarreirigo mit der direkt in den Stein gehauenen Kapelle San Pedro de Rocas, die als Keimzelle des ersten Klosters in Galicien gilt. In Ferreira befindet sich das Kloster der Madres Bernardas, seit seiner Gründung bis heute das einzige Nonnenkloster in ganz Galicien Die Ruinen von San Paio de Abelada und der Charme von Xunqueira de Espadañedo strahlen einen ganz besonderen Zauber aus. Monforte de Lemos, ein interessantes Städtchen mittelalterlichen Ursprungs, eignet sich gut für den Abschluss der Route.
 
Um diesen großartigen, aber leicht abgelegenen Landstrich zu fördern, hat sich der Tourismusverband „Turismo de Galicia“ eine öffentlichkeitswirksame Strategie einfallen lassen. Touristen dieser Geodestination können an einem Gewinnspiel teilnehmen, bei dem 36 Ballonflüge für zwei Personen verlost werden. Sobald die Touristen acht Stempel von lokalen Einrichtungen wie Restaurants, Hotels oder Bodegas an der Ribeira Sacra in einem sogenannten „Wolken-Pass“ gesammelt haben, können sie sich an der Auslosung beteiligen und als mögliche Gewinner in den Himmel über dem Heiligen Ufer entschweben.
 
http://www.turismo.gal/portada?langId=de_DE
http://turismo.ribeirasacra.org/rs/index.php?lang=es


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