ANDALUSIEN

Nicht nur Fino - Die Montilla-Moriles Weinroute


Südöstlich von Córdoba befindet sich die Weinbauregion Montilla-Moriles mit dem Status einer eigenen Herkunftsbezeichnung, der sogenannten Denominación de Origen (D.O.). Etwa 10 000 Hektar sind vorwiegend mit Pedro-Ximénez-Reben bestockt, daneben sind die Rebsorten Airén, Verdejo, Moscatel und Torrontés zugelassen.

Die Palette der in Montilla-Moriles produzierten Weine ist breit. Sie reicht von jungen Weinen, Finos, Amontillados, Olorosos, Palo cortados bis hin zu Moscatel und dem bekanntesten Wein „Pedro Ximénez“. Viele dieser Weine sind ideale Begleiter zu Tapas oder zu Desserts, aber auch zu Wurstwaren, Fischgerichten oder Meeresfrüchten. Das große Repertoire kann mit zahlreichen Nuancen aufwarten: von frischen trockenen bis hin zu süßen und fruchtigen Weinen, von blassen, fast farblosen Nuancen bis hin zu Gold- und Haselnusstönen, von delikaten duftigen Aromen bis hin zu Gewürznoten gibt es Möglichkeiten für jeden Geschmack. Ein besonderes Schauspiel ist es, die so genannten „venenciadores“ beim Einschenken der Gläser zu beobachten.

Wer sich auf die Montilla-Moriles-Weinroute begibt, kann vielerlei Erfahrungen machen, die nicht allein auf den Weinanbau beschränkt sind. So lassen sich Flamingos beobachten, die zwischen den Weinbergen und Olivenbäumen fliegen. Man kann zuschauen, wie ein Fass durch Feuer gebogen wird. Man erfährt, was die „Blume“ beim Wein ist, nämlich eine Florschicht, die spontan entsteht, wenn die körperreichen, alkoholstarken Weißweine reduktiv ausgebaut werden.

Reist man in der Karwoche, sollte man in Puente Genil nicht den Speck-Donnerstag, den dortigen Gründonnerstag, verpassen. Mittelalterliche Burgen warten mit farbigen Mosaiken auf. Gastronomisch gesehen hat man die Qual der Wahl zwischen traditionellen Gerichten oder Autorenküche.

Acht Gemeinden in der Campiña Sur einschließlich der Hauptstadt Cordoba laden dazu ein, ihre Bodegas und ihre besonderen Weine kennen zu lernen. Montilla, Lucena, Moriles, Aguilar de la Frontera, Fernán Nuñez, Montemayor, La Rambla und Puente Genil sind an die Weinstraße angeschlossenen, eingebettet in Rebflächen, Olivenhaine und Getreidefelder. Abgesehen von Einblicken in den Erzeugungsprozess der qualitätsvollen Weine bieten diese Dörfer bedeutende Kunstschätze und Sehenswürdigkeiten, die auf die zahlreichen Kulturen zurückgehen, die Andalusien im Laufe der Geschichte besiedelt haben.

Die Hauptstadt Cordoba und ihre Umgebung, die zur Montilla-Moriles Weinstraße gehört,  bewahren stolz ihr architektonisches, künstlerisches und ethnographisches Erbe. Juden, Christen, Muslime oder Römer, die über Jahrhunderte hinweg diese Region besiedelten, haben ihre Spuren hinterlassen. Dieses Vermächtnis kann man auch auf anderen Kulturrouten wie der Route des Kalifats, der Route des Renaissance oder der Route des römischen Andalusien entdecken. Berühmte Sehenswürdigkeiten wie die Moschee-Kathedrale in Cordoba, die Synagoge im jüdischen Viertel, Hunderte von Kirchen in unterschiedlichen Baustilen, wie Nuestra Señora de Soterraño, das Kloster Santa Clara  oder die Pfarrkirche San Mateo lohnen allemal den Besuch. Uralte Weinpressen und Keramik, Museen für Kunst und Archäologie, Fundstätten wie die römische Villa Fuente del Alamo, Paläste, Herrenhäuser, Plätze und Türme geben Zeugnis vom Kulturreichtum Andalusiens.

Ruta del Vino MontillaMoriles

Tel. 0034 957 652 354
info@rutadelvinomontillamoriles.com
www.turismoyvino.es


Bilderdownload:
Durch Klick auf die Bilder erscheint die hochauflösende Ansicht der Bilder. Dieses Bild kann
durch "rechte Maustaste - Bild speichern unter" lokal auf den Rechner gespeichert werden.
Für die Presse ist die Nutzung der Bilder erlaubt, sofern der Fotograf nicht explizit erwähnt ist!

Hier können Sie sich die Textversion dieses Artikels herunterladen. (WORD-Format)


OFICINA ESPAÑOLA DE TURISMO | Spanische Fremdenverkehrsämter Berlin, Frankfurt und München | Impressum / Datenschutz