VALENCIA

Bombas Gens – Das neue Kulturzentrum von Valencia


Die Fabrik Bomba Gens, eine ehemalige Industrieruine und die letzte Fabrik Valencias im Art Déco-Stil, wird am 8. Juli nach grundlegenden Renovierungsarbieten ihrer neuen Bestimmung als Kulturzentrum der Öffentlichkeit übergeben. Das Gebäude aus den 30er Jahren, in dem ursprünglich Wasserpumpen hergestellt wurden, sollte zuerst zu einem Einkaufszentrum verwandelt werden, konnte aber dann doch unter der Leitung der Architekten Eduardo de Miguel, Ramón Esteve und Annabelle Selldorf in ein multifunktionales Kulturzentrum umgebaut werden. Das Zentrum ist Sitz der Stiftung „Per Amor a l'Art“, die den fünfschiffigen Industriebau als Ausstellungsfläche für zeitgenössische Kunst, insbesondere Fotografie, nutzt. Außerdem beherbergt es einen Luftschutzraum aus dem Spanischen Bürgerkrieg sowie das Zentrum „Equipo Wilson“ zur Erforschung seltener Krankheiten. Im Herbst wird der Garten, der mittelalterliche Weinkeller, der bei den Renovierungsarbeiten entdeckt wurde und der angeschlossene Neubau, der für soziale Zwecke bestimmt ist, zugänglich gemacht.

Zusätzlich wird in Kürze das Restaurant des Sternekochs Ricard Camarena eröffent, der für seine kreative Haute Cuisine mit Mittelmeernote berühmt ist.

Nutzungskonzept:
Das Programm des Kunstzentrums berücksichtigt sowohl die Ausstellungsinhalte unter pädagogischem Aspekt als auch den Ort des historischen Gebäudes im Hinblick auf seinen lokalen und globalen Kontext. Das „Centre d'Art Bombas Gens“ geht eine Verpflichtung mit den Künstlern ein, die zur Stiftung „Per Amor A l’Art“ gehören und die den größten Anteil der künstlerischen Aktivitäten generieren. Das Programm greift aber auch andere Aktivitäten auf, die in Zusammenhang mit dem Baudenkmal und seiner Umgebung stehen. In den fünf Schiffen des renovierten Fabrikgebäudes sind zwei Exponaten der Sammlung vorbehalten, zwei beherbergen temporäre Ausstellungen, das

Eröffnungsprogramm:
Bleda und Rosa. Geographie der Zeit

Die Ausstellung „Bleda und Rosa. Schlachtfelder“ vereint 24 Jahre fotografischen Schaffens von María Bleda (Castellón, 1969) und José María Rosa (Albacete, 1970). Das Projekt der Schlachtfelder-Serie, das 1994 begonnen und erst kürzlich beendet wurde, ist hier zum ersten Mal vollständig zu sehen.

Ornament = Verbrechen?
Der Titel dieser Ausstellung bezieht sich auf die berühmte Schrift des Architekten Adolf Loos mit dem Titel „Ornament und Verbrechen“. Loos verfasste sie 1908 in Wien. Seine Kritik am Ornament führte zur Befreiung vom Ornament in der Kunst und Architektur des zwanzigsten Jahrhunderts. In den ersten theoretischen Schriften zur Abstraktion wurde radikal zwischen Kunst und Dekoration unterschieden. Man befürchtete, dass die Abstraktion als bloße dekorative Übung, als Kunstgewerbe, betrachtet werden könnte. Und man verurteilte deshalb das Ornament, das als Bedrohung für das Emanzipationsprojekt der ästhetischen Erfahrung verstanden wurde. Ornament wurde mit einem Verbrechen an der Zivilisation gleichgesetzt. Nur Unzivilisierte, nur Barbaren tätowieren sich, so Adolf Loos.

Anhand einer Auswahl von Werken aus der Sammlung Amor Per l'Art sollen Verbindungen und Abweichungen zwischen dem Ornamentalen und Abstrakten über diese historische Debatte hinaus aufgezeigt werden. Die Frage ¿Ornament = Verbrechen? zielt auf die fruchtbare Dialektik zwischen der Pluralität von Abstraktion und dem Dekorativen. Inwiefern kann der Gegensatz von figurativen und abstrakten Ordnungen und die Kategorien der bildenden und dekorativen Kunst die Zeiten und Kulturen überdauern, und wie kann der Gegensatz von bildlichem, figurativen Darstellen und abstraktem Darstellen überwunden werden.

Zu sehen sind Arbeiten von Heimo Zobernig, Nicolás Ortigosa, Akira Sato, Cristina Iglesias, Juan Uslé, Teresa Lanceta, David Reed, Anna-Eva Bergman, Aaron Siskind, Renger-Patzsch, Araki, Angela de la Cruz, Harry Callahan, Herbert Franke, Imogen Cunningham, Robert Mapplethorpe, Esteban Vicente, Inma Femenía, Araki und Hans-Peter Feldmann.

Geschichten von Bombas Gens
Die Ausstellung durchläuft einen Teil der Geschichte der ehemaligen Pumpenfabrik Bomba Gens. Fotos, Objekte, Grafiken und Zeitzeugnisse belegen den Prozess vom Baubeginn bis zur Renovierung des Gebäudes der Stiftung Per Amor a l‘Art wurde.

Centre de l‘Art Bomba Gens
Av. de Burjassot, 54
46009 València
www.bombasgens.com


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