KATALONIEN

Eröffnung des Paradors von Lleida: Neuzuwachs für den Verbund der Paradores in Katalonien


In den katalanischen Pyrenäen wurde im vergangenem Juli der neue Parador Convent del Roser eröffnet. Mitten im Altstadtzentrum der Provinzhauptstadt Lleida gelegen teilt sich die Hotelanlage in die ehemalige, historisch geschützte Klosteranlage Convent del Roser, in der sich alle Hoteleinrichtungen befinden und eine Tiefgarage an der nahe gelegenen Plaza de Sant Antoni Maria Claret, die Platz für 47 Fahrzeuge bietet.

Die Hotelkomplex des 4-Sterne Paradors wird durch die Kirche, die zum Speisesaal umgewandelt wurde und einen dreistöckigen Zimmerbereich gegliedert. Der Zugang zu den 53 Zimmern, die sich um den quadratischen Klosterinnenhof gruppieren, erfolgt von den mit Galerien versehenen Etagen aus. Zentrale Schaltstelle des Klosters ist der Patio im Klosterinneren, wo die Rezeption, die Cafeteria, die Tagungsräume, die Küche und die Lagerhallen untergebracht sind. Von dort aus ist auch die Kirche zugänglich ist, in der nun das Frühstück und alle anderen Mahlzeiten eingenommen werden.

Monastische Klarheit bei der Innenausstattung
Die Umbau- und Restaurierungsarbeiten des Klosters von Roser de Lleida begannen im Jahr 2003. Die Innenausstattung des Paradors und der geräumigen Doppelzimmer wurden vom Lebensstil und der Ästhetik der spanischen Klöster und Konvente des 16. und 17. Jahrhunderts inspiriert. Unter dem Konzept des "renovierten Monacalstils" verbindet sich die mönchische Vergangenheit mit modernstem spanischen Design.

Natürliche Farben, heitere Räume, die gesammelte Atmosphäre verwandeln den Parador Convent del Roser zu einem magischen Ort und zugleich gemütlichen Hotel, wo sich die Vergangenheit in einer Umgebung von heute erleben lässt. Jalousien, die verhindern gesehen zu werden, aber zu sehen erlauben und große Bäume bringen Ruhe, Frische und Eleganz in jeden Raum.

Schnecken und Cassoulet, ein Hoch auf die katalanische Gastronomie
Die zum Hauptspeisesaal umgewandelte Klosterkirche bietet einen unvergleichlichen Rahmen, um die regionale katalanische Küche zu genießen. Einheimische Qualitätsprodukte und traditionelle Rezepte machen gemeinsam mit einem exzellenten Service den Kern des gastronomischen Angebots der Paradores aus. Das Marmitia Restaurant des Paradors Convent del Roser de Lleida versucht zum gastronomischen Maßstab für die Küche Lleidas zu werden. Regionale Gerichte, lokale Spezialitäten auf der Grundlage von Schnecken, Kabeljau und Wurst, Eintöpfe und Obst, sowie die typischen Segre- und Garrigues-Weine stehen auf der Karte.

Templer, Wein und Zeitgeschichte – ein vielfältiges Freizeitangebot in und um Lleida herum
Lleida ist eine Stadt, die jeden ausländischen Touristen bezaubern wird. Erreichbar ist sie über die Landstraße oder die Autobahn, mit konventionellen Zügen oder dem Hochgeschwindigkeitszug AVE.

Die auf einem Hügel in der Altstadt gelegene alte Kathedrale Seu Vella verkörpert das Wahrzeichen der Hauptstadt. In ihrem Inneren birgt sie einen der größten gotischen Kreuzgänge Europas. Auch kauffreudige, an Shopping interessierte Touristen kommen auf den insgesamt vier Kilometer langen Einkaufsstraßen parallel zum Fluss Segre auf ihre Kosten. Auf dem außerhalb der Stadt gelegenen Burgberg Gardeny befindet sich eine ehemalige Festung der Tempelritter. Ein weiteres, weniger bekanntes Schmuckstück von Lleida ist das kathedralenähnliche Wasserreservoir mit 25 Säulen und sechs Kuppeln, das Ende des 18. Jahrhunderts erbaut wurde und 9 Millionen Liter Wasser fassen kann.

In der Nähe von Lleida können verschiedene Weingüter besichtigt werden, die Weine mit der Herkunftsbezeichnung Costers del Segre und Somontano anbauen. Nicht weniger interessant ist ein Abstecher zu den Ölmühlen der Region Les Garrigues, wo das beste Öl der Welt herkommen soll. Im Frühjahr lockt die Blütenpracht von tausenden Obstbäumen, die zu einem einzigartigen bunten Farbteppich verschmelzen.

Wer sich für Zeitgeschichte interessiert, kann eigens markierten Wegen folgen, die an die Flucht der Emigranten durch die Pyrenäen während des Zweiten Weltkrieges erinnern. Mit den Routen "Verfolgt und gerettet" oder "Wege der Flucht" soll der 2.000 Juden gedacht werden, die ihr Leben durch die Flucht aus Frankreich über die spanische Grenze retten konnten. Die markierten Strecken verlaufen durch landschaftlich reizvolle Gebiete, wie das Aran-Tal und den Pallars Sobirà. Sie können mit dem Auto, Fahrrad oder zu Fuß erreicht werden.

Das weitläufige Gebiet, dem Tor zum Nationalpark von Aigüestorte, eignet sich auch für Ausflüge in die Berge. Denn hier befindet sich die 3.143 m hohe Pica d'Estats, der höchste Berg in Katalonien, der ohne größere Vorbereitung und technische Ausrüstung bestiegen werden kann.

Mit der Einweihung des neuen Paradors Convent del Roser in Lleida gehören insgesamt acht Hotels zum Parador-Netzwerk in Katalonien: Girona (Parador de Aiguablava), Barcelona (Parador de Cardona und Parador de Vic-Sau), Tarragona (Parador de Tortosa) und Lleida (Parador de Arties, Parador de Vielha, Parador de La Seu d'Urgell und Parador Convent del Roser). Seit 2014 wurden mehr als 10,5 Millionen Euro in die katalanischen Betriebe in Form von Renovierungen, Instandsetzungen, verbesserter Zugänglichkeit, und Innenrenovierung investiert.

http://www.parador.es/de/paradores/parador-de-lleida


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