Der Name „Almodóvar“ ist vor allem Kinoenthusiasten ein Begriff. Doch es lohnt sich nicht nur den neuesten Film des weltbekannten Regisseurs „Zerrissene Umarmung“, sondern auch das Castillo de Almodóvar, eine der bedeutendsten Attraktionen der Provinz Córdoba, kennenzulernen. Die Burg erhebt sich majestätisch auf einem einzelnen hohen Berg nahe der Ortschaft Almodóvar, 22 Kilometer westlich von Córdoba.
Die Ursprünge des heutigen Kastells reichen in die Zeit der Römer zurück, obgleich die Anlage bereits im Jahr 760 von den Arabern erstmals errichtet wurde. Es ist belegt, dass die Burg im Jahr 1240, während der Regentschaft Ferdinands III., in die Hände der Christen fiel. Unter der Herrschaft Pedros I. und Enriques II. wurde das Castillo de Almodóvar zur königlichen Residenz erhoben. Später ging es an den Ritterorden von Calatrava und danach an den Santiago-Orden. Im Jahre 1903 begann der damalige Eigentümer, Graf Conde de Torralva, damit, die Anlage zu restaurieren. Die Arbeiten dauerten bis 1936. Heute präsentiert sich die mächtige Burg in einem beeindruckend guten Zustand.
Die Festung war seit jeher von besonderer Bedeutung für Córdoba, da ihre strategische Lage die Sicherheit der nahegelegenen Stadt gewährleistete. Ihre Nähe zum Guadal-quivir, der zu jener Zeit bis Córdoba schiffbar war, erlaubte es, den Schiffsverkehr auf dem Fluss zu kontrollieren.