ANDALUSIEN

Die Route der Nasriden - Ein Ausflug in die Geschichte Andalusiens


Die Route der Nasriden ist ein Ausflug in die Geschichte des Königreichs von Granada, dem letzten muslimisch beherrschten Gebiet Spaniens. Unter den Nasriden, einer muslimisch-maurischen Dynastie des Emirats von Granada (1232–1492) auf dem Gebiet der heutigen Region Andalusien, entstanden so prächtige Bauwerke wie die Alhambra von Granada. Allerdings war die Zeit ihrer Herrschaft auch von zahlreichen Kämpfen geprägt, was die vielen Festungen und Burgen entlang der Route belegen.

Auf einer Länge von 240 Meilen verläuft die Route der Nasriden durch die Provinzen Jaén und Granada und durchquert die zu literarischem Ruhm gelangten Landschaften Sierra Morena und Sierra Magina. Dank des warmen andalusischen Klimas ist die Reise zu jeder Jahreszeit angenehm. Die Distanz von einem Besichtigungspunkt zum nächsten ist kurz; keine Strecke ist länger als 50 km.

Die Route nimmt ihren Anfang in Las Navas de Tolosa, wo die Auflösung der almohadischen Herrschaft in al-Andalus begann. Nur unweit entfernt erheben sich die Überreste der ursprünglich maurischen Festungen von Tolosa und Ferral. Die nächste Station ist La Carolina, dessen aktuelles Stadtbild von neoklassischer Architektur geprägt ist. In Baños de la Encina, kann man die große Kalifatfestung aus dem 10.Jahrhundert bewundern. In Bailen zeigt sich das Erbe von Al Andalus in der Handwerkskunst; von der alten Festungsanlage sind leider nur noch Ruinen zu sehen.

In Mengíbar hingegen ist noch das Ehrentor der alten Burg aus maurischer Zeit erhalten. Schnell geht es weiter bis nach Andujar, wo zahlreiche maurische Spuren in der Altstadt aufzuspüren sind, wie etwa die Überreste der alten Stadtmauer, der Uhrturm im Mudejarstil oder die Kirche von Santa Maria, die früher eine Moschee war. Die Route führt weiter durch eine Landschaft voller Olivenhainen bis nach Arjona, dem Geburtsort von König Alhamar, dem Begründer der Nasridendynastie. Die Straßen und Gassen sind noch ähnlich verwinkelt wie zur Zeit der Maurenherrschaft; selbst Teile der Stadtmauer sind im Original erhalten. Das nächste Ziel ist Porcuna, in dessen Bergfried Boabdil, der letzte König von Granada, gefangen gehalten wurde. Entlang alter Wachttürme geht es weiter nach Torredonjimeno und Martos mit ihren teilweise erhaltenen Stadtmauern und Befestigungsanlagen. Im nahegelegenen Torredelcampo werden köstliche Süßigkeiten nach Rezepten aus der Zeit von Al Andalus hergestellt. Ein Höhepunkt auf der Nasridenroute sind die drei geschichtsträchtigen Städte Linares, Baeza und Úbeda. Die beiden letzteren wurden wegen ihres Renaissance-Ensemble zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt.

Die starken Mauern der „torres de homenaje“ warten in Jimena und Jódar auf die Besucher. In Mancha Real und Jaén lohnen die Burganlagen und die arabischen Bäder im Palast von Villadompardo einen Besuch. Auch in den Ortschaften La Guardia de Jaén, Cambil und Huelma lassen sich alte maurische Festigungsanlagen entdecken.

Bereits in der Provinz Granada befindet sich Pinar. Die malerische Höhle Las Ventanas, die für ihr durch geologische Formationen erzeugtes Licht- und Schattenspiel berühmt ist, liegt auf demselben Hügel wie die Burganlage.

In Iznalloz spielen die Dorfbewohner jeden Sommer eine der Schlachten nach, bei der sich Christen und Muslime gegenüberstanden. Die wenigen Überreste der Befestigungsanlagen sind in das heute bestehende Stadtgefüge integriert. Über Deifontes und Albolote geht es weiter bis nach Maracena, dessen fruchtbare Felder lange Zeit das nasridische Granada nährten. Aus dieser Zeit stammt die Mudejar Kirche Encarnacion mit einem minarettähnlichen Turm aus dem 18.Jahrhundert. Die Route endet in Granada, wo man sich viel Zeit für den Besuch der unglaublich schönen Alhambra und der weitläufigen Gartenanlage Generalife lassen sollte, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören.

www.espanaescultura.es


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