ANDALUSIEN

Die Feria de Caballo in Jerez de la Frontera


Die südspanische Stadt Jerez de la Frontera (Provinz Cádiz), die die Namensgeberin und Wiege der international renommierten Sherry-Weine ist, erlebt im Mai den Höhepunkt ihres Festkalenders. Vom 6. bis 12. Mai verwandelt sich Jerez in die Hauptstadt der Pferde und Weine. Der alljährliche Pferdemarkt, die „Feria del Caballo“, lockt hunderttausende von in- und ausländischen Besuchern auf das weitläufige Gelände des Parks Real González Hontoria. Von den bunt geschmückten Ständen oder „casetas“ aus lässt sich bei einem Glas Wein und in netter Gesellschaft vortrefflich ein Blick auf die vorbeiziehenden herausgeputzten Pferde und Kutschen genießen.

Während der Feria del Caballo dreht sich alles um das Pferd, das neben Wein und Flamenco eines der drei Wahrzeichen von Jerez ist. Die berühmte Rasse der spanischen Kartäuserpferde, eine  Kreuzung von arabischen und englischen Vollblütern, entstand in Jerez.

Die Züchter und Besitzer schmücken ihre Pferde zur Feria mit allerfeinstem Zaum- und Sattelzeug. Doch auch sie selbst werfen sich in Schale. Die Männer tragen elegante, kurze Reiterjacken; die Frauen sind in farbenfrohe Flamencokleider gewandet. Die Zuschauer können diese einzigartige Parade von edlen Pferden und faszinierenden Reitern am besten an der Kreuzung zwischen Paseo de las Palmeras und Paseo Real verfolgen.

Neben dem Pferd stehen das Essen und der Wein im Mittelpunkt der Feria. Das typische Getränk der Jerezanos ist – nomen est omen – Sherry, vor allem der dunkle, nussig schmeckende Oloroso und der helle, strohgelbe, trockene Fino. In den letzten Jahren kam die andalusische Form der Schorle, eine erfrischende Mischung aus Zitronenlimonade und Fino in Mode. Auf der abwechslungsreichen Speisekarte stehen gebratener Fisch, Eintöpfe mit Ochsenschwanz, Spargel und Kohl, leckere Meeresfrüchte und köstliches Schweinefleisch.

Die mehr als 200 Stände der Feria de Jerez sind öffentlich: Dies bedeutet, dass jeder Besucher Zutritt zu den „casetas“ hat. Im Unterschied zu vielen anderen ferias in Spanien sind die „casetas“ in Jerez nicht einheitlich gestaltet, sondern jede ist ganz individuell dekoriert. Die Stadtverwaltung schreibt sogar einen Preis für den Wettbewerb um die schönste Caseta aus, an dem zahlreiche Vereine und Unternehmen teilnehmen.

Mit dem Aufbau der Stände ist Unterhaltung und Spaß rund um die Uhr geboten. Ab 12 Uhr Mittag füllt sich das Festgelände mit Besuchern, die sich zum Essen verabredet haben. Manche gehen danach wieder nach Hause, andere aber bleiben bis in die Nacht hinein. Wenn die letzten „casetas“ in den frühen Morgenstunden ihre Türen schließen, beginnt das große Reinemachen, um in nur wenigen Stunden, neue Besucherströme zu empfangen.

Am Montag, dem 6. Mai ist die Feria offiziell eröffnet, wenn am Abend alle bunten Lichter gleichzeitig eingeschaltet werden, die die casetas schmücken. Der Mittwoch ist als „Tag der Frauen“ dem schönen Geschlecht gewidmet und am Wochenende platzt das Feria-Gelände aus allen Nähten.

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